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Saison 2020/2021, Corona, wie gehts weiter

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Jetzt kann man LM nur raten keine weiteren Verpflichtungen, bis man ganz sicher weiß, dass gespielt wird.

Wie auch immer, dann haben wir eine kleine Chance vielleicht die Saison 2021/22 spielen zu können.

Ob eine verkürzte Saison rechenbar ist kann ich mir zwar nicht vorstellen, aber vielleicht noch die einzige Lösung in 20/21 Live Eishockey zu sehen.

Wer dann in der Saison 21/22 alles am Start ist, wird sich zeigen, die überlebenden von DEL2 und DEL, hoffentlich sind wir dabei.

Die Zuversicht stirbt zuletzt

 

 

In der aktuellen EHN ist ein Interview mit Gaby Sennebogen, das zumindest für mich, ohne Gejammer und relativ objektiv die derzeitige Situation umreißt.

Die wesentlichen Aussagen:

Straubing braucht eine Stadionauslastung von 40-50% um zu überleben. (Anmerkung für uns wird das ähnlich sein, wobei überleben denke ich nicht wörtlich zu nehmen ist.)

Anspruch auf die Förderung von 800.000,-€ haben aufgrund EU Rechtes (die muss da zustimmen) nach jetzigem Stand nur Kleingewerbe mit unter 50 Mitarbeitern im Kalenderjahr 2019 (Schwenningen, Wolfsburg, Iserlohn, Düsseldorf, Fishtown; dazu München und Nürnberg mit je 50) die auch nicht überschuldet sein dürfen (München, Schwenningen, Iserlohn, Wolfsburg, Straubing, Ingolstadt; dazu Krefeld dank Schuldenschenkung?). Die GmbHs dürfen auch nicht mit anderen Unternehmen verbunden sein (wird nicht näher ausgeführt). (Anmerkung: die Schnittmenge ist ganz schön klein (Schwenningen, Iserlohn und Wolfsburg, vielleicht noch München (wäre ja der Hammer))! Straubing ist nicht in der Schnittmenge (54 Mitarbeiter) hat aber einen Zugang zu den Anträgen beantragt. Kann mir vorstellen, dass es da noch eine Bewertung der Mitarbeiter gibt und nicht zwingend die in der Bilanz angegebene Zahl herangezogen wird; insgesamt scheint hier das letzte Wort noch nicht gesprochen).

Um den Spielbetrieb mit Training zu gewährleisten dürfen die Spieler nicht in Kurzarbeit sein (hat mit der Versicherung zu tun). Straubing hat die Spieler, die vor Ort sind seit September aus der Kurzarbeit genommen um diese für den Trainingsbetrieb abzusichern.

Die Spieler müssen Anfang Oktober in den Trainingsbetrieb einsteigen, um einen Saisonstart Mitte November zu realisieren.  (Das erklärt auch den Termin 02.10. an dem die DEL über eine erneute Verschiebung oder sogar Absage nachdenken will.)

@Beapanther hatte recht und Kurzarbeit ist ein Mittel, um die Kosten deutlich zu drücken. Alle Personalkosten können hierdurch aber nicht abgefangen werden, ein Spielbetrieb mit Kurzarbeit für die Spieler ist ausgeschlossen (so zumindest ist für mich das Interview mit GS zu verstehen).

Auch mit Kurzarbeit bleiben für mich Ausgaben in Millionenhöhe (Standortabhängig) ohne Einnahmen falls die Saison abgesagt wird. Ich bin auch nach wie vor davon überzeugt, dass dies eine enorme Hypothek für diejenigen ist, die die Saison überleben. Die Kommentare der DEL „wir brauchen Garantien um Spielen zu können“ kann ich nicht nachvollziehen. Ebenso die Tausenden Beschäftigten und Jobs die angeblich in Gefahr sind (Die meisten GmbHs (bis auf Ingolstadt, Augsburg und Köln) haben knapp über 50 Beschäftigte angegeben, macht bei 14 GmbHs 700 Mitarbeiter). Es tut mir sehr leid, aber ich habe immer noch das Gefühl, dass da Druck auf die Politik gemacht werden soll, allerdings ohne ein Druckmittel in der Hand zu haben. Und auch wenn Jürgen Arnold sagt, wir wollen kein Harakiri begehen kann ich das nicht nachvollziehen. Bei Eliteprospects habe ich bei Krefeld 31 Spieler unter Vertrag gezählt, die letzten sechs Verpflichtungen alle im September. Wie passt das bitte mit einer Saison zusammen, die kurz vor der Absage steht. Mag sein, das @beapanther recht hat und die Saison abgesagt wird und die DEL wirklich nicht um (fast) jeden Preis spielen will. Wirtschaftlich verantwortungsbewusst ist das Verhalten der meisten Vereine in meinen Augen nicht. Da bin ich froh, dass der ERC da eine positive Ausnahme ist. Die Verpflichtungen, die zuletzt bekannt gegeben wurden sind für mich das Minimum, um die Chance auf einen Spielbetrieb zu haben und diese Option offen zu halten.

Lasst uns doch mal die Fakten zusammenfassen:

  • Die Corona-Zahlen sind wieder am steigen. Der Herbst und Winter steht vor der Tür, d.h. lediglich auf Grund der Witterung ist mit einem weiteren Anstieg der Corona-Infizierten zu rechnen.
  • Der Staat hat bereits Milliarden für die Abmilderung der Corona-Folgen ausgegeben und es gibt weitaus wichtigeres, als den Erhalt des deutschen Eishockey-Sport.
  • Außer Fußball kann sich in Deutschland kein Mannschaftssport über Wasser halten, ohne Zuschauer-Einnahmen in Höhe von 40-50 % der Zuschauer-Kapazität zu generieren. Eine Subvention der DEL würde auch den Handball, Basketball, etc. auf den Plan rufen.
  • Sogar der Karneval in NRW (Köln und Düsseldorf) fällt ins Wasser.
  • Die Bundes- und Landesregierungen sowie die Virologen empfehlen Social-Distancing. Wie passt dazu eine Erlaubnis, 50 % Kapazität in einer Halle zu erlauben. Da müßte man auch wieder Konzerte zu gleichen Bedingungen zulassen.
  • etc.

Liebe Freunde, das wird nix mehr 20/21. So leid es mir tut. Und mal ganz ehrlich, ist es wirklich so erstrebenswert in einer Pandemie-Zeit mit Gesichtsschutz in einer Halle mit vielen Zuschauer zu sein. Ist es uns wirklich wert, unsere eigene Gesundheit und ggf. die Gesundheit anderer aufs Spiel zu setzten? So sehr ich das Eishockey und unsere Panther liebe, aber die Antwort lautet: NEIN.

edit: Als Ergänzung die aktuellen Aussagen des Virologen C. Drosten: https://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/christian-drosten-zu-corona-die-pandemie-wird-jetzt-erst-richtig-losgehen-auch-bei-uns-a-1b2833f0-4673-4726-a352-71ddb8bfc666

Die kalte Jahreszeit naht, heißt das dann automatisch wieder Lockdown? Nein! Flugzeuge fliegen, Züge fahren usw. Nur, wir müssen uns mit dem Virus noch längere Zeit abfinden und damit rücksichtsvoll umgehen. Sprich: AHA-Regeln beachten. Das Leben muss irgendwie weitergehen.

Keine DEL 20/21 bedeutet vermutlich auch das Ende der DEL, ein Rückfall um Jahrzehnte! Profieishockey ade, Nationalmannschaft... Nachwuchs...

Die DEL ist doch finanziell mehr oder weniger schon ohne Corona und ohne Zuschauerbeschränkungen nicht unbedingt eine Gewinnmaschine. Dies widerspricht jedweder möglicher Einschränkungen. Folglich wäre eine Absage der Saison logisch, aber auch dann fallen Kosten an und es wäre ein Draufzahl-Geschäft. Wir müssen uns mit Corona arrangieren und es ausprobieren. Lasst uns bitte im November mit 1500 Fans starten und dann langsam nach und nach die Zahl steigern. Wir erfüllen alle Vorgaben, jeder ist sich des Risikos bewusst und entscheidet selbst ob er in die Halle geht.

Kämpfen und siegen! 🏒

Aus dem Forum Eishockeytalk zum Fanstammtisch von Straubing.

Gaby Sennebogen rechnet im Fall einer Absage der Saison mit einem Verlust von 2 Mio, falls mit einer Auslastung von 20% oder ohne Zuschauer bis zu 5 Mio. 2 Mio minus könne man überleben, 5 Mio Verlust nicht. 

Die 2 Mio halte ich für optimistisch, vor allem wenn man „Folgekosten“ durch die abgesagte Saison betrachtet.

Definiere mal bitte deine „Folgekosten“

 

Die GS sagt eigentlich genau das was ich vermutet habe. Eine Absage wäre, unter den momentanen Umständen, dass kleinere Übel. Das es nur 2 Mio wären überrasch mich allerdings auch.

 

 

@beapanther

Ob es die geben wird sind wir soweit ich weiß unterschiedlicher Meinung. Ich meine ja.

Folgekosten in dem Zusammenhang ein Attraktivitätsverlust der Liga (damit schlechtere Vermarktungsmöglichkeiten), Forderungen gegenüber der Liga/ Vereinen aufgrund nicht erfüllter Verträge (angeblich kompensiert Magenta entgangene Einnahmen durch die Absage der POs 20 dadurch, dass sie für 20/21 weniger zahlen), Verlust von Zuschauern,... Alles, was nicht direkt monetär zu bewerten ist (vor allem auch entgangene Einnahmen), aus der Absage resultiert und sich in späteren Jahren auswirkt. Klar kann man sagen, vielleicht kommen wenn wieder gespielt wird auch mehr Zuschauer, die Attraktivität wird größer... da glaube ich aber nicht daran. Wer nicht im Gespräch bleibt wird vergessen und es ist ja nicht jeder ein Hardcore Fan.

Ich habe nur beschrieben, was  ein Straubinger Fan im Eishockeytalk zum Straubinger Fanstammtisch geschrieben hat. Gehe aber davon aus, dass die 5 Mio Verlust der Fall wäre, wenn keine Zuschauer erlaubt wären. Zudem halte ich auch die 2 Mio für sehr wenig, da in der Aufzählung wie die Kosten zustande kommen auch keine Personalkosten für Spieler aufgeführt wurden. Soweit ich weiß übernimmt der Staat bei Kurzarbeit nur einen Teil der Gehälter und die Lohnnebenkosten und das nur gedeckelt auf 6.800 Brutto Monatsgehalt. Besonders bei den 9 Monatsverträgen dürften die Spieler da deutlich drüber liegen.

Ein paar Infos zusammengetragen

Nürnberg:

Die Ice Tigers wären bereit, vor 1500 Zuschauern in die Saison zu starten, aber nur mit finanziellen Hilfen. Die Bundesregierung hat bereits ein Konjunkturpaket abgesegnet, das Klubs wie den Ice Tigers 800.000 Euro bringen soll. Nur hat sich die Frist für die Antragsstellung ein weiteres Mal auf den 31. Oktober verschoben. Die Ice Tigers wissen also noch immer nicht, wann oder ob sie überhaupt Geld bekommen. "Andere bekommen Hilfe. Uns lässt man sterben.

 

Straubing:

Fr. Sennebogen bei Fantalk von gestern:

Es besteht immer noch Einigkeit, dass wenn irgend möglich gespielt werden soll. Jedoch sagen 11 von 14 Vereinen mit 20% oder evtl. gar keinen Zuschauern können u werden wir nicht spielen wenn nicht anderweitig Unterstützung kommt. Drei Vereine würden auch so spielen (München, Berlin und WOB).

Wie gestern bereits geschrieben verlangt die Telekom wegen PO-Ausfall kein Geld zurück, zieht eine Summe (erläutert durch Mitarbeiter der Telekom, waren am Montag auch in Frankfurt dabei) bei den Zahlungen für die neue Saison ab.

Der 02.10. wurde als Datum gewählt, weil aufgrund der Vorbereitung die Vereine die Spiele 6 Wochen vor Start aus der Kurzarbeit holen müssen.

Die 60 Mio wurden ganz bewusst genannt um der Politik mal die Summen aufzuzeigen welche den Vereinen bei 20% fehlen. Dazu gehören Ticketing, Catering, Fanartikel usw. Jeder Verein hat dazu eine Kalkulation erarbeitet und die Summen wurden zusammen gezählt. Klar dass Vereine mit hohen Zuschaueraufkommen hier größere Summen haben wie die kleineren Vereine. Also lief so wie bereits von mir bereits geschrieben.

Bis auf München würden die anderen drei Vereine wegen der CHL alleine ihre Spieler nicht aus der Kurzarbeit holen. Dann würde nicht gespielt werden.

Warum spielen BBL, HBL? Laut Aussagen von Führung Düsseldorf der auch in den beiden genannten Ligen im Aufsichtsrat sitzt fangen diese Ligen einfach mal an und Hoffen auf Besserung. Wenn nichts weiter passiert sperren sie wieder zu. Also das reine Prinzip der Hoffnung, welches die Eishockeyvereine nicht bereit sind zu gehen. DEL II und Oberliga haben andere Etats und einen kleineren Apparat in der Geschäftsstelle. Die rechnen mit den 800.000 und bei einem Etat von sagen wir mal 2,5 Mio. ist das bereits ein ganz schöner Batzen Geld. Bei den Vereinen der DEL reicht das halt nicht, vor allem da so wie es aussieht diverse Vereine von diesem Topf kein Geld sehen werden. Bewerben hierfür kann man sich erst ab 01.10.2020!

 

 

Magenta zieht die Ausfälle der PO von der Zahlung in der nächsten Saison ab

Am Ende hatte dieser Bericht im Dez. recht... traurig...

 

https://www.sportbuzzer.de/artikel/eishockey-plan-del-saison-erst-ab-weihnachten-und-ohne-play-offs/

 

 

Dlaks hat auf diesen Beitrag reagiert.
Dlaks

@jahnstrassenrelikt71

meinst nicht das der Attraktivitätsverlust für Zuschauer, wenn ich mir jetzt mal vorstellen wie es in der Halle „dodln“ wird, diese Saison deutlicher ausfällt wenn sie unter diesen Voraussetzungen gespielt wird? Keine Stimmung, Emotionen nur auf dem Eis evtl, 1000 Zuschauer ausschließlich auf Sitzplätze mit genügend Abstand vergeben, und dann kannst dir des net mal schön saufen 😉
Jeder Gelegenheitsgast wird da ganz schnell einen Haken dahinter machen. Im Gegensatz dazu wüsste ich nicht warum, nach einer Saison Pause, die Leute nicht wieder kommen wollen.

Wenn gespielt wird.... auf welchem Niveau? Anfangs dachte man noch an viele Gute Spieler auf dem Markt aber so wie es ausschaut werden die Vereine wohl jeden Euro sparen wollen anstatt das Budget auszuschöpfen. Ob der DEL dann der Gute Transfermarkt weiterhilft?

Jetzt weiß ich wie sich die 60 Mio Verlust zusammensetzen:
Schnitt Vorjahr Minus 20% Kapazität mal 26 Spiele mal 35 €(durchschnittlicher Eintritt)
Hier die verschiedenen Minusmill. Je Club:
Berlin u. KEC je 9, MERC 8, DEG 5, AEV 4, Bremerhaven, ERCI, Iserlohn, KEV, München, Nürnberg und Straubing je 3
SERC 2,5 und Wolfsburg 1,5
Zusammen genau 60 Mio

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